Vom 14.07. bis 15.07. fand der erste Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Ortrand statt. Nachdem die Zelte aufgeschlagen, die Spinde bezogen und der Grill angefeuert war, ging auch schon der erste Einsatz, einer Ölspur, ein. Unter den Augen der Eltern sind die Kinder rasch zu Ihren Spinden gelaufen und haben sich die Uniformen angezogen. Mit Blaulicht ging es dann zum Einsatzort. Nach Beseitigung der Ölspur wurde die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder hergestellt. Nach diesem ersten großen Einsatz war die Begeisterung bei den Kindern geweckt und es hat etwas gedauert bis sich die erste Aufregung gelegt hatte und die Nachtruhe werden konnte. Diese wurde um 00:30 Uhr abrupt beendet, da es in der KITA Regenbogen in Ortrand zu einer Auslösung durch die BMA gekommen war. Verschlafen kamen die Kinder aus Ihren Zelten, warfen sich die Uniformen über und besetzen die angeforderten Fahrzeuge. Vor Ort wurde durch die Einsatzleitung festgestellt, dass es sich um eine Fehlauslösung handelte. Im Gerätehaus angekommen, waren die Kinder gerade dabei ihre Zelte wieder zu beziehen, als um 00:59 Uhr erneut die Alarmglocken schrillten. Eine Person wurde auf dem Schulgelände vermisst! Rasch wurden die Fahrzeuge erneut besetzt und die Schule in Ortrand angesteuert. Die Mannschaft wurde mit Leuchtmitteln ausgestattet und Gruppen gebildet, um das Gelände systematisch abzusuchen. Jeder noch so kleine Winkel wurde durchkämmt, so dass die vermisste Person zeitnah gefunden werden konnte. Nach Ankunft im Gerätehaus war die Freude über den erfolgreichen Einsatz so groß, dass es etwas dauerte bis schließlich alle zur Ruhe kamen.
Der nächste Morgen begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Im Anschluss wurden verschiedene Freizeitaktivitäten durchgeführt. Diese wurden 09:52 Uhr durch einen erneuten Einsatz unterbrochen. Die Meldung lautete: „Tier in Not“. Mittlerweile routiniert liefen die Kinder zu ihren Spinden, besetzten die Fahrzeuge und fuhren zum Einsatzort. Schnell war jedem klar, was passiert war. Ein Tier hatte sich im Wildzaun verfangen. Um das Tier erreichen zu können, musste ein Graben überwunden werden. Dies war jedoch kein Problem für unsere Kinder! Die Gruppenführer gaben den Befehl eine Behelfsbrücke zu bauen. Mit Steckleiterteilen, Bohlen sowie Arbeitsleinen wurde der Einsatzbefehl ausgeführt und das Tier konnte gerettet werden. Im Gerätehaus angekommen, wartete bereits das wohlverdiente Mittagessen: Nudeln mit Feuerwehrsoße! Das darauffolgende „Suppenkoma“ und die Sommerhitze wurden mit Hilfe von Wasserspielen erfolgreich überwunden. Wie nicht anders zu erwarten, ließ bei der Hitze ein Brandeinsatz nicht lange auf sich warten. 13:57 Uhr wurde ein Kleinbrand in einem Garten gemeldet. Zügig waren die Fahrzeuge besetzt und es ging erneut mit Blaulicht zum Einsatz. Schon bei der Anfahrt war die Rauchsäule zu erkennen, die Anspannung bei den Kindern wuchs an. Nach Erkundung der Lage wurde der Verteiler gesetzt, die Wasserversorgung aufgebaut und die Löscharbeiten konnten beginnen. Zur Freude der Kinder gab es bei den Temperaturen auch eine Verpflegung am Einsatzort - mit einem Eis konnte nach getaner Arbeit etwas Abkühlung verschafft werden.
Wir wissen, dass die Planung und Durchführung eines solchen Tages mit großem personellem und zeitlichem Aufwand verbunden sind. In diesem Sinne möchten sich die Jugendwarte bei allen Beteiligten, Helfern und Sponsoren für die großartige Unterstützung bedanken!